JKs Links auf ausgewählte Projekte im www

 

Jakob Krieger, München

 

The Ugly Site, Versuch, eine der hässlichsten Seiten des www zu gestalten – von der Realität allerdings längst überholt. Die Inhalte sind weniger wichtig; es ging in erster Linie um wirklich hässliches Design. Dennoch dürfte das Oktoberfest-Gedicht in die Klassiker-Liste der deutschen Lyrik eingehen, irgendwann, vielleicht, hoffentlich … … … die dort vorgetragene Weisheit »Stürbord grün und Backbord rot« gilt jedenfalls zeitlos.

 

»music-4-ever«: Joachim Eiding, ein befreundeter Kollege, hatte die Idee, ein Online-Musikmagazin mit einer Oldie-Hitparade auf die Beine zu stellen. Mir gefiel die Idee, und ich sagte ihm zu, bei der Gestaltung und Realisierung ein wenig behilflich zu sein. So wurde ich Mitglied der Redaktion.
Nicht nur ist das Projekt inhaltlich ein interessanter Ausgleich, sondern auch technisch stellt es eine Herausforderung dar: Im ersten Anlauf hatte ein Programmierer und Fotograf mit einer angeblich leicht zu bedienenden Web-Creator-Software wenig Freude an der Handhabung wie auch an den Ergebnissen.
Auf der Suche nach Besserem empfahlen einschlägige Experten ein »Content-Managing-System« (CMS). Der Web-Provider war von der Idee sehr angetan, denn solche Server-intensiven Installationen brauchen ein entsprechend teures »hosting«-Paket. Davon war wiederum das Sparschwein des Begründers gar nicht angetan, und die Tatsache, dass die meisten »CMS«-Projekte wie Wikipedia aussehen, hielt die allgemeine Begeisterung in nochmals engeren Grenzen. Also musste eine andere Lösung her.
Die Lösung war letztlich ein Baukasten-System, das die Erstellung der Inhalte der jeweils neuen Ausgaben mit wenig Kenntnissen der Programmiertechniken erlaubt, das viel Javascript und CSS verwendet, aber dem Server ausschließlich statische Dateien liefert. Wie fast immer, war die Darstellbarkeit durch nicht mehr ganz neue, aber immer noch übliche »M$-IE« das größte Problem. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, finde ich.

 

Dorothea Rothenfels rief mich irgendwann an und begann das Gespräch mit »duuuuu …«. Eigentlich der richtige Zeitpunkt, den Hörer aufzulegen. »Ich hab da mal was geschrieben, kann man das eigentlich drucken?« – man kann. »Books on Demand« war eine mir bis dahin nur theoretisch bekannte Herausforderung. Kurzfassung: Es gibt dort die Möglichkeit, ohne unüberwindbare Kosten und sonstige Unwägbarkeiten ein über den Buchhandel bestellbares Werk zu produzeren. Wir haben das gemacht: »Nadelstiche – ein ungehöriger Roman aus der Provinz«.

 

Der TSV 1860 gehört ebenso zu München wie das Oktoberfest. Die Sinnfälligkeit beider Institutionen mag diskutieren, wer will. Jedenfalls trifft sich München keineswegs im P1, im Andechser oder in der Vip-Lounge zu Großlappen, sondern im Grünwalder Stadion bei den Löwen. Wer näheres darüber wissen will, kommt einfach hin. Ich betreue den Web-Auftritt der LFGR seit 2003 ehrenamtlich.